Hab keine Angst - 5 Tipps für ein entspannteres Leben


„Begnügen wir uns damit, den Zeitraum zu leben, den wir tatsächlich leben können: von jetzt bis zum Schlafengehen.“

Dale Carnegie

Du kennst das Gefühl, es beginnt mit einem Unwohlsein, Zittern, Übelkeit, Schweiß-ausbruch, Nervosität. Es überkommt dich – die Angst! Auslöser gibt es viele, jeder Mensch wird anders „getriggert“. Bei dem einen reicht eine Spinne, bei jemand anderen ein großer Hund und ein ganz anderer hat Angst vor Fehlern, die er auf Arbeit machen könnte.* *Mein Blog richtet sich nicht an Menschen die an einer Angststörung leiden. Wenn du betroffen bist oder das Gefühl hast, betroffen zu sein dann hole dir bitte professionelle Hilfe. Überkommt uns die Angst, dann wird in uns ein Programm abgespielt. Angst ist ein festgefahrenes Emotionen-Muster in uns. Löst eine Situation diesen „Knopf“ aus, beginnt sich wie von allein dieses Programm abzuspielen. Vor sehr, sehr vielen Jahren, als wir noch Urmenschen waren, hat dieses Programm unser Überleben gesichert. Diesen Teil im Gehirn nennt man limbisches System, er reagiert emotional in solchen Situationen in Sekundenbruchteilen, gemeinsam mit dem Reptiliengehirn, welches über Flucht, Angriff und tot stellen entscheidet. Was früher praktisch war, stell dir vor hinter jedem Baum hätte ein Feind lauern können, ist für uns heute nicht immer von Vorteil. Im modernen Großraum-Büro kann man sich schlecht tot stellen, deswegen reagieren wir etwas anders als früher. In der heutigen Zeit machen sich unsere Angst-Emotionen in vielen einfachen Alltagssituationen differenzierter bemerkbar. Stell dir vor, du sitzt im Zug und plötzlich erscheint der Fahrscheinkontrolleur. Als er nach deinem Fahrschein fragt, überkommt dich ein leichtes Panikgefühl. Sofort flüchten oder angreifen? So langsam wird dir bewusst, dass du ja einen Fahrschein hast – Puh! Gefahr gebannt. In dieser Situation hat sich zusätzlich dein logisches Gehirn nach ein paar Sekunden eingeschaltet. Dieses hat sozusagen dein limbisches System „beruhigt“ bzw. ihm gesagt, dass du ja ein Ticket hast. Wenn du mehr lernen möchtest, zur Allgemeinen Funktionsweise des Gehirns können wir dir zwei Bücher ans Herz legen! 1. Limbi: Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn von Werner Tiki Küstenmacher – Amazon Affiliate Link 2. Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahneman – Amazon Affiliate Link Ein wichtiger Punkt ist auch deine Gesundheit in Bezug auf Angst. Es wurde mehrfach bewiesen, dass Ängste und Sorgen sich negativ auf unseren Körper und Geist auswirken. Angefangen bei Kopfschmerz, Übelkeit bis hin zu Magengeschwüren und noch schlimmeren Herz-/ Kreislaufbeschwerden. Wie kannst du deine Ängste und Sorgen umgehen? Zuerst muss gesagt sein, dass sich Ängste nie ganz abschalten lassen. Gerade in Notsituation benötigen wir dieses Gefühl um zu Überleben. Sorgen machen wir uns selbst aber oft unbegründet, sei es privat wie beruflich. Ich habe dir 5 hilfreiche Tipps zusammengefasst, welche dir bei deinen Ängsten und Sorgen von Nutzen sein können:

  1. Plane deinen Alltag. Wer einen strukturierten Alltag hat, kann nicht von unerwarteten Sorgen überrascht werden. Wer sogar seine Zukunft mithilfe von Zielen plant, muss keine Angst um eine „ungewisse“ Zukunft haben.

  2. Sorge dich nicht um Kleinigkeiten. Hier handelt es sich meist um unwichtige Dinge, die deine wertvolle Energie verschwenden.

  3. Führe eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durch, falls du ein Theoretiker bist und Zahlen liebst. Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden liegt bei 1: 350.000 auf ein Jahr gerechnet. Stelle dir zum Beispiel die Frage: „Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir diese Sache tatsächlich passiert?“ wenn du in ein Flugzeug steigst. Gerade bei Flugangst gibt es einige hilfreiche Hörbücher.

  4. Akzeptiere das, was du nicht vermeiden kannst. Es gibt Dinge und Ereignisse, auf die du selbst keinen Einfluss hast. Egal wie schwer es ist und wie sehr es dich mitnimmt, zerbrich nicht daran, sondern lerne es zu akzeptieren. Sollte eine geliebte Person von dir gehen, so darfst du trauern. Besinne dich jedoch auch immer darauf zurück, wofür du dankbar bist und warst. Denke an all die schönen Erlebnisse und Gespräche mit dieser Person.

  5. Lasse die Vergangenheit vergangen sein. Gerne ärgern wir uns über vergangene Dinge oder Gesagtes, dies völlig umsonst. Schließlich ist es schon längst passiert, du kannst es also nicht mehr ändern. Viel wichtiger ist, dass du daraus lernst und nun in ähnlichen Situation anders reagierst.

Wenn dich das nächste Mal das Gefühl der Angst und Sorge überkommt, dann wende folgende Formal in der Reihenfolge an:

  1. Was ist das Schlimmste was dir passieren kann, wenn du das Problem nicht lösen kannst?

  2. Bereite dich gedanklich auf das Schlimmste vor und akzeptiere es.

  3. Nun versuche in Ruhe das Schlimmste abzuwenden. Nachdem sich dein Unterbewusstsein mit dem Schlimmsten abgefunden hat, kommen die besten Lösungen zustande.

Diese Tipps sind alle sofort umsetzbar und zeigen sofortige Wirkung. Als kleinen Extra-Tipp kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass mir selbst eine kleine Frage ganz schnell hilft. Wenn mich dieses Gefühl überkommt, dann stelle ich mir in Gedanken die Frage: „Hey, wovor hast du denn jetzt Angst?“ Da mir darauf nie eine Antwort einfällt, ist auch gleich das Gefühl verschwunden. Vielleicht hilft dir diese Frage auch so gut wie mir.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich Ängste und Sorgen nie zu 100 % abschalten lassen. Diese Gefühle gehören zu unserem Leben dazu. Doch wir sollten lernen, unnötige Ängste loszulassen um uns auf unsere Ziele zu fokussieren.

Über dieses Thema sprechen wir auch in unserem aktuellen Podcast. Gerne kannst du dir dazu auch unseren Podcast auf iTunes oder Spotify anhören, oder auf YouTube anschauen.

Hast du noch andere Tipps, wie du mit deinen Ängsten und Sorgen umzugehst? Schreib uns gerne eine E-Mail an hello@myprogress.life oder eine Direktnachricht auf Instagram!

Deine

Katharina

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