5 einfache Spartipps für mehr Sicherheit und Wohlstand


„Weise ist, wer im Sparen genießt und im Genuß spart.“

Horaz

Wir befinden uns noch ganz frisch im neuen Jahr und viele haben sich damit auseinandergesetzt, was es 2019 zu verbessern bzw. zu verändern gibt. Unser letzter Blog hat sich mit dem Thema Diät und Sport befasst. Hier gelangst du direkt zum Blog „Gesund und fit ins neue Jahr - Vermeide diese 8 Stolperfallen“

Dieser Blog befasst sich mit einem weiteren Thema, welches ganz oben auf der Neujahrsvorsatz-Liste steht, nämlich Geld und die eigenen Finanzen.

Das liebe Geld ist oft ein heikles Thema. Man spricht oder schreibt am besten nicht darüber. Über seine finanzielle Situation redet man schon gar nicht mit anderen. Oft verschließt man selbst die eigenen Augen vor seinen Finanzen, vor allem wenn Schulden im Spiel sind. Laut Schuldenreport 2017 der Schuldnerberatung* lag der durchschnittliche Schuldenwert bei ca. 64.000 €.

*https://www.schuldenberatung.at/fachpublikum/schuldenreport.php

Als Gründe für Verschuldung wurden Arbeitslosigkeit, Einkommensverschlechterung, Umgang mit Geld, Scheidung / Trennung und Wohnraumbeschaffung angegeben.

Dieser Blog befasst sich aber nicht mit dem Thema Schuldenberatung, denn dafür gibt es qualifizierte Ansprechpartner. Wir möchten dir hier Tipps geben, die dich unterstützen, um zu sparen und deine finanziellen Ziele zu erreichen.

Tipp 1. Budgetplanung

Leider scheitert es bereits an der monatlichen Planung, denn es existiert kein Budgetplan. Wenn am Konto dann noch ein Dispo aktiviert ist, macht es fast keinen Unterschied, ob das Konto gedeckt ist oder nicht.

Hast du also noch keinen Budgetplan sollte dies deine erste Handlung sein. Wie du diesen erstellst, ist dir überlassen, ob per Hand in ein Buch oder am Computer über z. B. Excel. Mittlerweile findet man auch diverse gratis Apps für das Smartphone.

Wir haben dir anbei unseren Budgetplan (für ein ganzes Jahr!) als Excel Datei zur Vorlage angehangen. HIER KOSTENLOS HERUNTERLADEN (keine E-Mail Adresse nötig)

Dein Budgetplan sollte deine monatlichen Fixkosten enthalten. Das sind die Kosten, die jeden Monat fällig sind, wie z. B. Miete + Nebenkosten, Strom, Telefonvertrag, Versicherungen, Kredit- und / oder Leasingraten, Sparbetrag, Mitgliedsbeitrag Fitnessstudio, Verein usw.

Danach ermittelst du was du monatlich als Budget für Lebensmittel, Drogerieartikel, Tankkosten bzw. Ticketkosten für Bus und Bahn. Hast du Tiere solltest du auch hierfür ein Budget für die monatlichen Futterkosten einplanen.

Nun ist natürlich die Frage, ob noch Geld über ist oder ob du dich bereits im Minus befindest. Hast du Geld übrig, kannst du nun grob planen, ob in diesem Monat etwas ansteht. Ich weiß mittlerweile immer in welchem Monat noch Zusatzkosten anfallen. Sei es z. B. im Januar die Jahresvignette fürs Auto, der Reifenwechsel im April und November, der jährliche Tierarztbesuch mit den Haustieren - das alles lässt sich im Vorne herein planen um „böse“ Überraschungen zu vermeiden.

Befindest du dich nach deinen Fixkosten bereits im Minus, solltest du dringend über deinen Lebensstandard nachdenken. Hast du vielleicht monatliche Kosten, von denen du gar nichts weißt? Es gibt immer ein gewisses Einsparpotenzial, sei es bei deinem Smartphone-Vertrag, bei Versicherungen oder bei den Lebensmittelkosten. Oft gibt es auch viele Abo-Dienste, die sich alle addieren wie z. B. Netflix, Amazon Prime, Apps, Kino-Abos uvm. So wird aus einem 10 € Dienst bald ein Sammelsurium an Abos und hunderte Euro pro Monat sind futsch.

Dank deiner Budgetplanung werden dir solche Dinge schnell auffallen. Frage dich auch öfter „Ist das wirklich nötig?“ wenn du oft dazu neigst, Dinge ganz spontan zu kaufen.

Tipp 2. monatliches Sparen

Kennst du das Sprichwort „Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig“? Oft spart man nur das, was am Monatsende überbleibt - also für gewöhnlich nichts. Für viele ist Sparen ein leidiges Thema, weiß man doch, dass man mehr sparen könnte. Nun ist aber Sparen essenziell wichtig um gegen Unvorhergesehenes wie eine defekte Waschmaschine oder eine Autoreparatur gewappnet zu sein.

Statt am Monatsende zu sparen, sollte direkt zum 1. des Monats ein fixer Betrag auf ein separates Sparkonto überweisen werden. Dies am besten per Dauerauftrag damit du dich nicht jeden Monat darum kümmern musst. Nachdem du deinen Budgetplan gemacht hast, solltest du wissen, wieviel du monatlich sparen kannst.

Siehe sparen nicht als ein leidiges Thema an. Bodo Schäfer hat einmal gesagt, man solle das Sparen behandeln, als würde man sich selbst bezahlen. So klingt es doch schon viel besser, oder?

Tipp 3. Sparen mit Ziel

Wie mit allem im Leben sollte auch das Sparen stets mit einem Ziel verbunden sein. Zum einen solltest du einen Puffer haben, wie im Punkt 2. beschrieben. Zum anderen solltest du dir auch ein Ziel setzen, was du mit dem gesparten Geld tun möchtest. Denn oft hat man zwar Betrag XY auf der Seite, weiß aber gar nicht so recht wofür. Daher wird dieser Betrag dann willkürlich ausgegeben.

Hinterfrage dich, was möchtest du mit deinem gesparten Geld tun? Möchtest du es vielleicht aufteilen, ein Teil als eiserne Reserve, einen Teil anlegen und mit dem Rest einen Urlaub machen? Oder sparst du um später finanziell unabhängig zu sein? Vielleicht möchtest du dir auch ein Haus oder eine Wohnung kaufen?

Tipp 4. Keine Konsumschulden

Es wird in der Werbung als einfach und unkompliziert dargestellt - schnell finanzieren, damit man nicht auf morgen warten muss. Dies mag so sein, dennoch solltest du dich fragen, ob dich eine Finanzierung für das neueste Smartphone deinem finanziellen Ziel näher bringt oder es eher in weite Ferne rutschen lässt.

Hier kommt wieder dein Sparziel in Spiel. Ist dir dein Ziel so richtig wichtig, dann wirst du das kurze „Leiden“ (weil du nun nicht das neueste Smartphone besitzt) gerne in Kauf nehmen.

Unter diesen Punkt fallen auch eventuell vorhandene Leasingraten für dein Auto. Hast du extrem hohe Raten (im Verhältnis zu deinem Einkommen)? Wenn ja, dann solltest du dich hinterfragen, wieso du gerade dieses Auto geleast hast. Ging es dir hier um den reinen Nutzen oder eher um ein Statussymbol?

Hinterfrage dich dies vor allem, beim nächsten Autokauf. Ein Auto sollte in seiner Anschaffung laut Experten nicht mehr wie zwei Netto-Monatsgehälter ausmachen. Nun kannst du also überlegen, was du theoretisch für ein Auto fahren solltest …oder um wie viel du mehr verdienen solltest.

Ein Dispo auf deinem Konto ist ebenso kontraproduktiv. Wenn du Tipp 1 umsetzt, sollte ein Dispokredit nun unnötig sein. Dieser kann in einer unruhigen Phase natürlich eine Hilfe sein sollte aber schnellsten deaktiviert werden, wenn sich die Situation wieder normalisiert hat.

Tipp 5. Deine Einstellung zu Geld

Du möchtest so richtig reich sein, am besten mehrere Millionen im Lotto gewinnen? Gleichzeitig sagst und denkst du aber, dass reiche Menschen kriminell, nicht ganz richtig im Kopf sind oder anderen ihr Geld wegnehmen? Geld stinkt regelrecht, löst Kriege aus und macht Probleme?

Mit dieser Einstellung wirst du leider nicht reich werden. Denn deine Gedanken übertragen sich auf deine Handlungen. Du wirst unterbewusst dafür sorgen, dass du nicht reich wirst. Du möchtest ja schließlich nicht so unmöglich wie „die Reichen“ werden.

Kennst du diese Gedanken, solltest du dich hinterfragen, woher diese kommen. Was ist in der Vergangenheit vorgefallen, dass du so denkst? Oft sind es Dinge aus unsere Kindheit bzw. Dinge, die wir von unseren Eltern übernommen haben. Natürlich kommt auch unsere persönliche Erfahrung ins Spiel. Schaust du dir täglich die neusten Promi-News an, wirst du dadurch beeinflusst.

Wir sollten uns bewusst werden, dass die in den Medien dargestellten Reichen oft extreme Beispiele sind. Der Durchschnitt der Reichen führt meist ein ganz normales Leben. Dies ist allerdings zu langweilig für die Klatsch- und Tratschwelt.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesen Tipps einen wichtigen Input geben konnten.

Oft hören wir im Bezug auf Geld, dass man das Leben doch jetzt genießen sollte. Diese Aussage hat auch seine Richtigkeit, dennoch ist ein Blick in die Zukunft nie verkehrt. Da die meisten von uns älter als 50 werden ist ein Geldpuffer im Alter immer sehr sinnvoll. Wir sollten uns nicht zu 100 % auf die Rente verlassen, denn oft reicht diese heute noch gerade so aus, um über die Runden zu kommen.

Sind wir doch mal ehrlich, niemand möchte ein Leben führen bei dem es gerade so jeden Monat knapp ausreicht, um zu leben, oder?

Falls du noch mehr wertvolle Tipps benötigst, können wir das Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer empfehlen. (Amazon Affiliate Link)

Da dieses Thema für Kinder genauso wichtig ist, damit diese früh den richtigen Umgang mit Geld lernen, gibt es von Bodo Schäfer auch das passende Buch „Ein Hund namens Money“. (Amazon Affiliate Link) Es ist zwar ein Kinderbuch, macht aber auch als Erwachsener Spaß zu lesen.

Wenn du weitere Fragen oder Feedback zum Blog hast, kannst du uns gerne kontaktieren. Schreibe uns per Mail auf hello@myprogress.life oder auf Instagram sowie Facebook eine Direktnachricht.

Deine

Katharina & Sandro


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