Kettenreaktion - Schritt für Schritt zum erfüllten Leben


„Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.“

Jean Cocteau

Was ist eine Kettenreaktion?

Stell dir vor, dein Ziel, welches du dir gesetzt hast erfordert es, dass du jeden Tag mindestens 5 Minuten an diesem arbeitest. Wenn du das jeden Tag machst, hast du 1.825 Minuten an deinem Ziel gearbeitet. Das kann dein Unternehmen, Sport oder sonst was sein.

Nun stell dir vor, du wirst in diesen 5 Minuten ständig besser in dem, was du tust. Du wirst also in der gegebenen Zeit effizienter. Bedeutet du schaffst zum Beispiel mehr und mehr Liegestütze oder schreibst jeden Tag mehr Zeilen in deinem Buch.

Die Zeitspanne bleibt gleich, aber das Ergebnis wird immer besser. Als würdest du einen Dominostein anschubsen, welcher in seiner Kettenreaktion einen noch größeren Stein umwirft.

Das nächste was du tun kannst, ist die Zeit für dein Ziel zu erhöhen. Mach aus 5 Minuten mal 60 Minuten pro Tag. Was denkst du, wie viele Bücher könntest du in 21.900 Minuten (365 Stunden) lesen? Wie viel Wissen könntest du dir aneignen, wie viel besser könntest du mit der Arbeit an dir selbst, in deinem Job, deiner Selbstständigkeit etc. werden?

Wichtig ist zu wissen, dass du negative Kettenreaktionen ebenso auslösen kannst. Jeden Tag eine ganze Tafel Schokolade zu essen oder eine Packung Zigaretten zu rauchen wird natürlich immer größere und größere Effekte auf dein Leben haben.

Das ist zusammengefasst diese Kettenreaktion, welche dir am Anfang wenig, über einige Zeit aber wirklich unglaubliche Ergebnisse einbringt. Dazu sind einige Faktoren nötig und wichtig.

Der Einfluss unserer Erziehung

Viele Dinge, welche wir tun oder tun sollten, wurden uns schon von unseren Eltern oder unseren Großeltern eingebläut.

Putz dir die Zähne, iss dein Gemüse, geh früh schlafen, steh früh auf, räum dein Zimmer auf, mach deine Hausaufgaben, erst die Arbeit dann das Vergnügen und so weiter.

Was ist da wirklich dran, an diesen gebetsartigen „Empfehlungen“? Meist nahmen wir diese Dinge als Kinder oder Jugendliche nicht wirklich ernst oder haben sie widerwillig getan. Eventuell haben wir uns sogar mit unseren Eltern gestritten oder auf Stur geschaltet und keinen Finger bewegt.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein Mangel an Routine uns mehr schadet, als nutzt. Ein Mangel von positiv belegten Gewohnheiten, welche unser Leben lebenswerter, anstatt es schlimmer machen.

Oft wird darüber gesprochen, welche negativen Glaubenssätze uns unsere Erziehung eingebracht hat. Dinge, die unsere Eltern nicht wussten oder ihnen nicht wichtig war. Bei einem Teil dieser Sachen mag das stimmen, denn viele Glaubenssätze beruhen einfach auf einer Abfolge weitergegebener Informationen vieler Generationen.

Aber was sind die positiven Glaubenssätze, welche man uns vermittelte, wir dennoch eher abgelehnt oder kritisch betrachteten, uns jedoch wahnsinnige Vorteile für unser Leben bringen können. Vorausgesetzt, wir setzen sie richtig ein?

Ordnung und Disziplin

Wir werden in unserer Erziehung (normalerweise) meist zur Ordnung berufen. Im kleinen Kinderzimmer mag das trivial wirken, im Leben „da draußen“ auf uns selbst gestellt und ohne Schutzschirm ist es wiederum eine der wichtigsten Eigenschaften, um ein erfülltes Leben führen zu können.

Ich spreche nicht davon, dass wir alle zu Robotern werden und nur noch ständig ordentlich sind, Befehle ausführen und geradlinig unseren bürgerlichen Pflichten nachgehen. Nein ich spreche davon, das Ordnung und Disziplin wichtige Werkzeuge sind, um die eigenen, persönlichen Ziele besser und effizienter zu erreichen.

Hier kommt die Kettenreaktion ins Spiel. Denn ich möchte dir zwei Beispiele liefern, wie Ordnung und Disziplin deine Gewohnheiten positiv verändern und somit dein Leben komplett wandeln können:

„Räum dein Zimmer auf!“

Übertragen wir diese Aussage mal auf die eigene Wohnung. Jeder, der schonmal unnötigen Ballast, Müll, Klamotten, Möbel oder sonstiges aus seiner eigenen Wohnung bzw. dem eigenen Zimmer ausgeräumt hat, kann bestätigen, dass ein aufgeräumter Ort nicht nur schön aussieht, sondern ebenso die Gedanken befreit. Man fühlt sich entspannter, kreativer, freier und offener.

Das sogenannte kreative Chaos führt dazu, dass man seine Sachen nicht mehr findet, wichtige Unterlagen verschlampt und ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man genau weiß, man sollte mal aufräumen, aber es wird immer schlimmer!

Ich gehe sogar noch einen aggressiveren Schritt weiter und sage, jede oder jeder, die/der das eigene Zimmer oder die eigene Wohnung nicht im Griff hat, sich nicht um die Probleme von anderen oder der Politik kümmern sollte, sondern zuerst die eigenen Probleme lösen muss.

Chaos in den eigenen vier Wänden kann auch auf emotionales Chaos hinweisen, ungelöste Konflikte oder Streitigkeiten. Bevor man also versucht die Welt zu reparieren, sollte man zuerst einmal sich selbst ins Reine bringen.

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“

Das klingt, zunächst einmal, sehr Deutsch. Arbeit ist wichtig und kann uns viel Erfüllung bringen, wenn es denn die richtige Arbeit ist. Ich ordne in das Thema Arbeit zum Beispiel auch die persönliche Weiterbildung ein. Es muss nicht ständig alles Spaß machen im Leben. Man muss nicht jeden einzelnen Tastaturanschlag mit wilder Freude ausführen, nur um jemandem ein Thema wie Disziplin näherzubringen. Eine wahre „Leiden-schaft“ heißt nicht umsonst so.

Ich muss Disziplin aufwenden, um einen Beitrag über Disziplin zu schreiben. Da hilft es mir selbst nicht, dass jede Form des Vergnügens gleich um die Ecke ist. Es wäre ein leichtes, Netflix zu öffnen und 5 Staffeln Modern Family zu suchten und dabei Spaß zu haben bis mir die Augen bluten.

Im Großen und Ganzen bringt mich das meinem Ziel nicht näher. Wenn ich eine Kettenreaktion einleiten will, dann schreibe ich jetzt diesen Beitrag, wenn ich jemanden damit erreichen kann, dem diese Motivation fehlt, kommt bei mir Freude auf. Denn wenn ich etwas tun kann, wofür ich Disziplin benötige, dann kannst du das genauso. Daraufhin wird es mir immer leichter fallen, die nächsten Beiträge zu schreiben da ich es zu einer neuen Gewohnheit mache.

Wenn ich heute meine geplante Zeit mit dem Schreiben dieses Beitrages verbracht habe weiß ich 1., dass ich etwas Produktives getan habe, was in Einklang mit meinen Zielen steht und 2., dass ich kein schlechtes Gewissen haben werde, mir jetzt ein paar Folgen auf Netflix anzusehen.

Da du bereits die Disziplin aufgewandt hast, diesen Beitrag zu lesen, gehe ich davon aus, dass du (jetzt) verstehst was ich meine.

Gegenübergestellte Meinungen

Man könnte eben sagen, dass jegliche Routine uns zu langweiligen, berechneten Robotern macht. Dieses Argument kommt meistens von Menschen, welche keine Lebensziele definiert haben. Der Satz „Ich lebe im Jetzt.“ ist wirklich etwas Schönes und hat tolle stoische Züge an sich. Fakt ist, dass es den meisten schlichtweg zu langweilig wird, im Moment zu leben.

Wahre Freiheit besteht darin, die Disziplin zu haben, die Dinge zu tun, die man tun möchte. Wenn man sich einen Plan erstellt und darauf hinarbeitet, wird uns die wahre Freude darauf hin immer wieder mal auf unserem Weg begegnen.

Fazit zur Kettenreaktion:

1. Fang heute an etwas zu tun, was du tun willst. Und wenn es zweimal am Tag Zähneputzen mit Zahnseide ist, tu es einfach. 2. Der Effekt deines Tuns wird sich über die regelmäßige Anwendung stets verstärken. Du wirst hellere und gesündere Zähne haben. Nur so als Beispiel. 3. Verteufele weder Ordnung, Disziplin noch die Aussagen deiner Eltern oder Großeltern. Es mag nicht alles richtig sein, was sie gesagt haben, aber du machst auch nicht alles richtig, oder? 4. Durch angewandte Disziplin wirst du das Leben führen, welches du führen willst. Es wird erfüllter und besser werden. Aber nicht und niemals einfacher! 5. Wahre Freude wird dir auf deiner Lebensreise immer wieder begegnen. Mach sie aber nie zum Hauptthema deiner Jagd nach Glück. Lass deine Aufgabe diszipliniert zu einer Kettenreaktion werden, denn wenn du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist, wird der Erfolg und die Erfüllung zu dir kommen. Dein

Sandro

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