Die Macht der Konzentration - erziele unglaubliche Ergebnisse


„Wer zwei Hasen jagt, fängt keinen.“

Ungarisches Sprichwort

Sich wirklich auf eine Sache zu konzentrieren fällt uns Menschen heutzutage meist schwer. Auf der Arbeit flattert eine E-Mail nach der anderen rein, das Telefon klingelt, der Vorgesetzte hätte gerne eine Aufgabe bis in einer Stunde erledigt und Kunden drohen mit Aufträgen.

Wie soll man sich bei all diesen Ablenkungen überhaupt nur auf eine Sache konzentrieren? Schließlich wirken all diese Dinge sehr dringend und müssen erledigt werden. Aber stimmt das wirklich? Muss jede einzelne Sache wirklich bis ins letzte Detail erledigt werden oder steckt hinter diesen Ansprüchen auch ein gewisser Perfektionsdrang?

Die Antwort darauf ist vielfältig, denn jeder von uns kann sich mit einer anderen Methode der Konzentration besser identifizieren! Wenn du wissen möchtest, wie du deine Konzentration besser steuern kannst, habe ich hier ein paar hilfreiche Tipps für dich!

Die unangenehmste Aufgabe zuerst

Es gibt Aufgaben, die wir alle nur zu gut kennen. Niemand mag diese Dinge wirklich erledigen, sie sind unangenehm, dauern lange oder sind langweilig. Jedoch sind diese Aufgaben meistens ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags bzw. Berufslebens. Seien es wichtige Termine, auf welche man eigentlich keine Lust hat wie zum Beispiel Behördengänge oder sonstige Anlässe.

Du hast in dieser Situation genau drei Möglichkeiten:

1. Du machst es nicht. Das ist meist bei wichtigen Terminen nicht zu empfehlen, da Konsequenzen drohen könnten.

2. Du delegierst die Aufgabe. Manchmal könnte das funktionieren - denn wenn du keine Lust hast, die Toilette zu reparieren, gibt es schließlich Experten für solche Aufgaben. Bei wichtigen Terminen wo du persönlich erscheinen musst fällt diese Möglichkeit jedoch aus.

3. Du erledigst es einfach. Das ist sicher die beste, wenn auch nicht unbedingt angenehmste Option. Du kennst aber sicherlich das befreiende Gefühl, wenn du etwas unangenehmes endlich geschafft hast!

Stell dir vor, du setzt diese Aufgabe als Erstes auf die Tagesliste. Du hast vielleicht keine Lust darauf, danach ist dein Tag jedoch frei für all die anderen, schönen Dinge! Probier es aus, du wirst damit dein Selbstbewusstsein stärken, denn du läufst vor keiner Aufgabe davon und ergreifst die Initiative!

Wenn wichtiges zu dringendem wird

Ja, du hättest sicher schon vor zwei Wochen für die wichtige Klausur lernen können. Jetzt stehst du einen Tag davor und es kommt Stress gepaart mit Angstgefühlen in dir auf. Meistens machst du dir jetzt auch noch Gedanken und Vorwürfe, warum du nicht schon vor zwei Wochen damit angefangen hast. So entsteht eine Spirale aus Angst, Stress und Selbst-Vorwürfen aus welcher du nicht mehr so leicht rauskommst.

Auch aus dieser Situation kannst du nur lernen. Wenn du dir deine wichtigen Termine, von denen du weißt, dass du etwas dafür tun musst in einem Kalender, Journal oder deinem Smartphone mit Erinnerung notierst, wirst du zumindest nicht mehr davon überrascht.

Jedoch funktionieren digitale Termine in solchen Situationen nur bedingt. Denn zu groß ist die Versuchung die Erinnerung „wegzudrücken“ oder einfach auf morgen zu verschieben.

Dabei müssen wir uns bewusst werden, dass wenn wichtiges zu dringendem wird, alle anderen Dinge, welche wir ebenso erledigen müssten, davon verdrängt werden.

Du wirst viel entspannter leben können, wenn du die wichtigen Dinge bereits frühzeitig erledigst oder damit anfängst. Denn du tust dir selbst keinen Gefallen damit, bis auf den letzten Drücker zu warten. Du hast vielleicht in dieser Zeit eine 7-Teilige Serienstaffel auf Netflix zu Ende gesehen, aber war es das für diesen Stress wirklich wert?

Wie du deine Aufgaben in Kategorien einteilst

Du stehst unter Strom und hast viele E-Mails und Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Ist denn wirklich jede Aufgabe gleich wichtig? Meist teilen wir unsere ToDos im Kopf bereits in Prioritäten ein, wirklich mit der wichtigsten Priorität fangen wir meistens jedoch nicht an.

Du kannst zum Beispiel folgendes System übernehmen oder für dich anpassen:

A-Priorität: Das sind deine wichtigsten Aufgaben. Hier wirst du unmittelbar gute Ergebnisse für dich oder deine Firma erzielen. Vielleicht sind diese Aufgaben auch Zeit-sensitiv. Das bedeutet, dass dein Vorgesetzter zum Beispiel eine Auswertung zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt. Wenn du diese Aufgabe weiter nach hinten einreihst, kannst du dir sicher sein, dass negatives Feedback über dich hereinbrechen wird.

B-Priorität: Diese Aufgaben sind zu erledigen, sobald alle deine A-Aufgaben erledigt sind. Meistens handelt es sich bei diesen Dingen um alltägliche Aufgaben, welche sich eventuell wiederholen. Für einen reibungslosen Ablauf sind sie jedoch dennoch wichtig, da es sich zum Beispiel um Kontroll-Aufgaben etc. handelt.

D-Priorität: Da ich der Meinung bin, dass eine Unterkategorie für C-Aufgaben unwichtig ist, komme ich direkt zur D-Aufgabe. Denn das „D“ steht für „Delegieren“. Wenn du Aufgaben in deiner Welt hast, welche du nicht unbedingt selbst erledigen musst, dann delegiere sie nach Möglichkeit. Dabei stehen dir viele Mittel und Wege zur Verfügung. Wenn du in der Firma die Möglichkeit hast, etwas zu delegieren, dann nutze diese auch anständig und respektvoll.

Auch privat kannst du dieses System nutzen! Deinen Lebensmitteleinkauf könntest du zum Beispiel auch online tätigen und liefern lassen. Anstatt selbst die Wohnung zu reinigen oder zu saugen, kannst du dir eine Putzhilfe engagieren oder einen Saugroboter kaufen. Sei kreativ, auch wenn es etwas Geld kosten wird, so wird es dir viel Zeit schenken!

E-Priorität: Auch das „E“ hat eine Bedeutung! Es steht für „Eliminieren“ und könnte dir die meiste Zeit schenken, welche du dann für A- und B-Aufgaben nutzen kannst.

Nicht jede Aufgabe muss erledigt werden. Viele E-Mails, Anfragen von Kollegen oder Familie erledigen sich meist von selbst oder könnten von den werten Kollegen auch selbst „gegoogelt“ werden.

Sei dir bewusst, dass wenn du deine Konzentration auf die wichtigen Aufgaben lenkst, du ein wesentlich produktiverer Teil deiner Firma oder Familie werden kannst. Somit bekommst du mehr Aufmerksamkeit geschenkt und wirst am Ende auch mehr Geld verdienen können.

Wenn wir uns diese Aufgaben jedoch nicht bewusst kategorisieren, tut es unser Unterbewusstsein für uns. Da dies nur das angenehmste für uns möchte, werden wir davon nicht sehr gefordert und wir kümmern uns automatisch zuerst um die unwichtigsten E-Aufgaben. Aus einem simplen Grund: Sie sind einfacher als A- und B-Prioritäten aber sie bringen uns keinen Schritt weiter. E-Aufgaben sind wie ein Bremsklotz, welche dich ständig vom Erfolg fern halten!

Lass die Perfektion hinter dir

Sollte man denn nicht alles so gut wie möglich machen wollen? Ja doch, das sollte man. So gut wie möglich bedeutet aber nicht, alles bis ins letzte Detail zu Tode zu verschlimmbessern. Ein perfektes Ergebnis ist meistens eines, auf welches man 10x länger warten muss und der Empfänger die kleinen Änderungen nicht einmal wahrnimmt oder wertschätzt.

Ein Mensch ohne Ecken und Kanten ist langweilig. In einer Umfrage in Deutschland mit 1.000 Teilnehmern wurde festgestellt, dass ganze 79 % sich einen Partner mit Ecken und Kanten wünschen. Nur jeder fünfte (21 %) sehnt sich nach Perfektion. Weißt du, was mit diesen 21 % aller Wahrscheinlichkeit nach passiert? Sie werden Single bleiben.

(Quelle: https://www.svz.de/ratgeber/liebe-flirt-partnerschaft/deutsche-lieben-menschen-mit-ecken-und-kanten-id14533221.html)

So verhält es sich auf der Arbeit, innerhalb der Familie oder mit Freunden. Wenn du dir Perfektion von anderen erwartest, wirst du immer wieder enttäuscht werden. Und wenn deine Erwartungshaltung von dir selbst ebenso hoch eingestellt ist, wirst du nie mit dir und deinen Ergebnissen zufrieden sein.

Das Resultat deiner Enttäuschung von dir und anderen mündet dann in Stress, Ärger und möglicherweise sogar der Trennung vom Partner.

Konzentriere deine Energie auf deine Ziele

Genau wie du deine Arbeits-Aufgaben in A, B, D und E einteilen kannst, so kannst du auch deine Lebensziele und Beschäftigungen einteilen. Wenn du gewisse Ziele im Leben hast, wie zum Beispiel mehr Bücher zu lesen, so kannst du dieses Ziel zu einer A-Priorität machen. Welche Zeitfresser halten dich davon ab? Wenn du schon weißt, dass Netflix für dich ein Zeitfresser ist, dann senke die Priorität dieser Beschäftigung oder mach ein E draus und eliminiere deine Mitgliedschaft sofort.

Manchmal müssen wir radikale Schnitte machen und den Fernseher einfach aus dem Wohnzimmer verbannen, um mehr Zeit für unsere eigentlichen Ziele zu schaffen. Wenn du abnehmen möchtest, ist es sinnvoll, sich Zeit für das Thema Ernährung, Sport und Disziplin zu schaffen. Wenn du dich währenddessen ständig von anderen Dingen ablenken lässt kannst du dir sicher sein, dass dein Ziel immer mehr in die Ferne rücken wird.

Achte auch auf folgendes: Hast du Ziele im Leben? Möchtest du etwas im Leben erreichen, Orte sehen oder Erfolg im Beruf haben? Hast du deine Lebensziele aufgeschrieben oder überhaupt jemals definiert?

Falls du das Gefühl hast, nicht vom Fleck zu kommen oder ziellos durchs Leben zu gehen ist es wichtig, sich die richtigen Fragen zu stellen. Hast du keine definierten Ziele so ist es sehr wahrscheinlich, dass du dich mit allerlei sonstigen Beschäftigungen ablenkst und dich unbewusst lieber in künstlichen Stress begibst, als dir die Zeit zu nehmen, um dich einmal hinzusetzen und zu überlegen, was du mit den restlichen Jahren auf dieser schönen Erde noch anstellen möchtest.

Multitasking ist ein Mythos

Hast du schonmal versucht eine E-Mail zu beantworten, ein Telefonat zu führen, einen Kundenauftrag einzugeben und den Boden zu wischen, alles zur selben Zeit? Zugegeben, das ist ein sehr drastisches Beispiel, jedoch denken viele Menschen, sie müssten soviel wie möglich gleichzeitig erledigen, um soviel wie möglich zu schaffen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.

Selbst das freie telefonieren über eine Freisprecheinrichtung im Auto vermindert die Aufmerksamkeit während des Fahrens mindestens genauso stark wie das Mobiltelefon am Ohr selbst.

(Quelle; https://www.derwesten.de/auto/freisprechen-so-gefaehrlich-wie-handy-am-steuer-id6165595.html)

In diesem Artikel ist ein guter Satz zu finden, welcher da lautet: „Nicht wo Ihre Hände sind, sondern wo Ihr Hirn ist, zählt.“

Dasselbe trifft auch auf Aufgaben und Projekte in unserem Alltag zu. Du wirst mit einer Sache wesentlich schneller und mit einem besseren Ergebnis fertig, wenn du dich voll und ganz darauf konzentrierst. Danach kannst du dich der nächsten Aufgabe widmen.

Selbst ein Computer funktioniert ähnlich. Wenn du viele große Dateien auf einmal von A nach B kopierst, dauert es bedeutend länger, all diese gleichzeitig zu kopieren, als wenn du es mit einer Datei nach der anderen machen würdest. Wenn ein Computer schon die Wichtigkeit von priorisierten Aufgaben verstanden hat, wieso solltest du das dann nicht auch?

Im schlimmsten Fall steigt dein Stress-Level um ein vielfaches, wenn du das Gefühl hast, mit vielen Aufgaben nicht fertig zu werden. Wenn du eine Aufgabe nach der anderen jedoch abschließen kannst, wirst du stets unterbewusst für deine Disziplin belohnt.

Zusammenfassung für die Konzentrierten:

1. Erledige immer die unangenehmste Aufgabe zuerst und du wirst selbstbewusster!

2. Kümmere dich um wichtige Dinge bevor sie dringend werden! Spare dir diesen Stress!

3. Teile deine Aufgaben in A, B, D, und E ein. Tu, was wichtig ist und delegiere/vergiss den Rest!

4. Lass dir deine Perfektion nicht in die Quere kommen und akzeptiere Ecken und Kanten!

5. Konzentriere deine Energie auf deine Lebensziele, hör auf mit unnötigen Ablenkungen!

6. Vergiss Multitasking und kümmere dich um eine Aufgabe nach der anderen!

Wenn du auch nur einen dieser Punkte für dich umsetzen kannst, wirst du unweigerlich immer bessere, ja, wenn nicht gar unglaubliche Ergebnisse in dein Leben ziehen.

Du veränderst deine Sichtweise auf Prioritäten bewusst nach deinen Maßstäben und kümmerst dich um die Dinge, welche dir wirklich wichtig sind.

Lass mich bitte wissen, ob diese Tipps für dich funktionieren und welche Erfahrungen du damit gemacht hast. Ich freue mich darauf!

Dein

Sandro

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