Werde mental stark - mit diesen 9 Tipps


„Groß sind die, die sehen, dass geistige Macht stärker ist als materielle, und das Gedanken die Welt regieren.“

Ralph Waldo Emerson

Das Leben ist oft nicht vorhersehbar. Wo gerade noch alles nach Plan läuft, kann am nächsten Tag die Welt um einen zusammenbrechen. War deine Welt gerade noch chaotisch, kann sie morgen schon wieder strukturiert und geordnet sein.

Kein Mensch ist vor negativen Ereignissen wie Krankheit, Verlust, Tod usw. geschützt. Wir alle erleben irgendwann diese Momente. Die einen Menschen stecken diese Dinge vergleichsweise „einfach“ weg wohingegen andere jahrelang zu kämpfen haben.

Woran kann sowas liegen? Natürlich ist jeder Mensch individuell und geht daher anders mit seinen Gefühlen um. Verliert man z. B. einen geliebten Menschen, dann ist das Gefühl der Trauer normal und auch menschlich. Doch auch bei solchen Ereignissen reagiert jeder Mensch verschieden.

Ist dein Alltag geprägt von einer negativen Gedankenspirale, musst du verstehen, dass deine Gedanken immer mit deinem Verhalten und deinen Emotionen einhergehen. Ein einfaches „Denk positiv“ hilft hier oft nicht mehr.

Wenn wir von mentaler Stärke schreiben, heißt es nicht, dass du zum gefühllosen Roboter werden musst. Es bedeutet viel mehr, dass du nach deinen Stärken und Werten handelst. Mentale Stärke muss man auch nicht erst aufbauen, wenn es einem persönlich schlecht geht. Die Tipps sind also für jede/n geeignet. Sie machen dich stark für Phasen, die nicht nach Plan laufen und sie bauen dich auf, in Phasen, wo gerade alles schiefläuft.

Befindest du dich gerade in einer mental anstrengenden Phase und kämpfst mit negativen Gedanken, können dir die Tipps hoffentlich weiterhelfen.

Hinweis: Kämpfst du mit Depressionen oder Angstzuständen etc. dann nimm, dir zu Liebe, bitte professionelle Hilfe in Anspruch.

Verschwende nicht deine wertvolle Zeit, um dich selbst zu bemitleiden

Selbstmitleid bringt dir wirklich gar nichts außer noch mehr destruktive Gedanken. Diese Gedanken können von Mitleid sogar in Wut und Ärger und somit noch mehr negative Gedanken abdriften! Dies entzieht deinem Körper wertvolle Energie. Du kennst es vielleicht, an Tagen, an denen du dir selbst leid tust verlierst du den Blick auf die Dinge, die du hast, wie z. B. Gesundheit, eine Familie, ein Dach über dem Kopf usw.

Was kannst du also tun?

1. Hilf anderen Menschen. Während du anderen hilfst, vielleicht sogar sehr hilfsbedürftigen Menschen, hast du ganz einfach keine Zeit dich im Selbstmitleid zu suhlen. Stattdessen übernimmst du die Verantwortung und machst das Beste aus der aktuellen Situation.

2. Beschäftige dich aktiv. Die Gedanken des Selbstmitleides kommen selten, wenn wir beschäftigt sind. Wie wäre es also mit Sport? Du kannst dich richtig auspowern und das Gefühl danach ist unbeschreiblich positiv. Außerdem ist es gut für deinen Körper, da Stresshormone im Sport nachhaltig abgebaut werden können.

3. Versuch das Problem oder die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen. Oft hilft ein Perspektivenwechsel und man kann wieder neutraler auf die Situation blicken. Was könnte zum Beispiel positiv an dem Problem sein? Wie könnte es dich stärken, wenn du die Situation gemeistert hast?

Du kannst dich auch fragen, welchen Rat du z. B. deiner besten Freundin in so einer Lage geben würdest. Es klingt komisch, aber oft kommen viele Lösungen, wenn wir so tun, als ob das Problem gar nicht unseres sei. Wenn du dich selbst aus der Vogelperspektive betrachtest, kannst du dir einen Rat geben, als würdest du jemand anderem helfen wollen.

Habe keine Angst vor der Veränderung

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und lieben unsere Routine. Jeder lebt in seiner individuellen Komfortzone, in der er oder sie sich wohl und sicher fühlt. Doch persönliches Wachstum findet nur außerhalb unserer Komfortzone statt und dies bedeutet, dass du eine Veränderung erzeugen musst. Das können einfache Dinge sein, wie z. B. das du dreimal pro Woche nach der Arbeit zum Sport gehst. Es können aber auch noch größere Ereignisse sein, z. B. wirst du von deiner Arbeit befördert, dies sieht aber auch einen Wohnortswechsel von 500 km vor.

Viele Menschen scheuen die Veränderung, weil diese am Anfang sehr unbequem ist. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich daraus extreme Konsequenzen ergeben können. Bist du z. B. stark übergewichtig und du veränderst trotz Rat deines Arztes nichts, kann dies zu weiteren schweren Folgeerkrankungen führen.

Hast du Angst vor der Veränderung, bleibst du meist an einem bestimmten Punkt deines Lebens hängen. Du bekommst vielleicht keine Beförderung auf Arbeit, weil du nicht bereit bist, mehr oder eine andere Tätigkeit zu machen. Auch für eine Partnerschaft kann dies herausfordernd werden, vor allem mit einem Partner, der bereit ist, sich zu verändern. Da kommen die berühmten Sätze wie „Du hast dich aber verändert“. Jedoch ist genau das wünschenswert. Niemand möchte doch auf dem Niveau seines 20-jährigen Ichs hängenbleiben.

Veränderungen werden außerdem nicht leichter, je länger du wartest. Oder glaubst du, dass es einfacher ist nach der ersten Zigarette aufzuhören, oder doch eher nach 20 Raucher-Jahren?

Was kannst du also tun?

4. Suche dir gezielt ein Ziel aus, was du in den nächsten 30 Tagen erreichen willst. Oft versuchen wir nämlich alles auf einmal zu ändern, hier ist das Scheitern aber oft vorprogrammiert. Vor allem, wenn man noch nicht sehr veränderungs-freudig ist. Überlege dann, was du konkret jeden Tag tun musst, um dieses Ziel zu erreichen. Kleine Ziele sind immer leichter zu erreichen, als riesig große und du wirst schnellere Erfolgserlebnisse haben, was deinem Selbstbewusstsein guttut!

5. Notiere dir deine Ziele und deine Erfolge. Nichts motiviert mehr als das Ergebnis zu sehen. Schreibe dir also jeden Tag auf, was du für dein Ziel getan hast. Das hat auch den Vorteil, dass du dir nicht alles merken musst. Meistens vergessen wir nämlich recht schnell, was wir in den letzten Tagen getan haben.

6. Je mehr Veränderung du bereit bist einzugehen, umso größer wird deine Komfortzone. Das ist nämlich das Tolle an der Veränderung - du wächst als Person und erweiterst kontinuierlich deine Wohlfühlzone.

Lebe nicht in der Vergangenheit

Schuld, Scham und Angst sind nur einige Gefühle, die uns oft in unserer Vergangenheit festhalten. Lebst du nur in der Vergangenheit verpasst du deine Gegenwart. Du kannst keine klaren Ziele definieren aus Angst, dieselben Fehler wieder zu machen.

Sind wir ehrlich, jeder von uns hat Dinge in der Vergangenheit erlebt, die nicht positiv waren, teilweise sogar mit psychischen Folgen. Wir müssen lernen unsere Vergangenheit zu akzeptieren, denn sie hat uns zu der Person gemacht, die wir heute sind. Dabei sind unsere Erinnerungen nicht immer zu 100 % akkurat und spielen uns gerne einen Streich.

Ebenso kann uns der Verlust einer geliebten Person nicht loslassen und wir erleben immer wieder die Erinnerung an sie oder ihn.

Was kannst du also tun?

7. Gib dir selbst die Bestätigung, um vorwärtszugehen. Manchmal muss man sich selbst die Erlaubnis geben, nach vorn zu gehen. Das heißt nicht, dass man automatisch die Erinnerung an seine Lieben zurücklässt. Aber es bedeutet, dass du das Leben genießen kannst und dich weiterentwickelst.

8. Vergebe dir selbst. Egal ob du auf dich selbst oder jemanden anderen immer noch wütend bist, Vergebung hilft dir, den Schmerz loszulassen. Vergebung bedeutet nicht automatisch vergessen. Hat dich jemand verletzt, kannst du ihr oder ihm vergeben aber bewusst entscheiden, keinen Kontakt mit dieser Person zu haben.

9. Verändere dein Verhalten. Meidest du z. B. bestimmte Dinge, weil du eine schlechte Erinnerung daran hast, dann tue sie dennoch. Deine Erfahrung aus deiner Vergangenheit war zwar negativ, aber was kannst du aus dieser lernen und nun besser machen? So schwer unsere Vergangenheit auch sein mag, erhalten wir dadurch doch Erfahrung um die Dinge in Zukunft anders und besser zu machen.

Ich hoffe mein Beitrag konnte dir den ein oder anderen Denkanstoß geben. Findest du dich in einen der Punkten wieder, dann wünschen wir dir, dass du daran arbeitest um ein glückliches und mental starkes Leben zu führen.

Falls du Anliegen oder Fragen hast, kannst du mir gern eine Mail an hello@myprogress.life schreiben.

Deine

Katharina

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