Keine Angst vor Veränderungen - wie Unzufriedenheit zu deinem Antrieb wird


„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

Franz Kafka

Ja, manch Veränderung kann unangenehm sein. Sie kann Angst machen und allerlei Konsequenzen nach sich ziehen. Vielleicht kostet sie sogar Freunde, lässt Tränen fließen oder einen nahe der Verzweiflung sein. Möglicherweise erscheint es gar, als wäre es zu viel Veränderung auf einmal.

Wohl aber besteht die Möglichkeit, dass Veränderungen auch die besten Seiten an uns hervorbringen. Die schönsten Momente oder Neuanfänge ermöglichen. Meist jedoch kosten uns Veränderungen einen gewissen Preis.

Zunächst müssen wir beleuchten, woher der Drang nach Veränderung kommt und wie wir die verschiedenen Gefühle richtig unterscheiden können.

Zufriedenheit

Es handelt sich bei Zufriedenheit um eine selbst gegrabene Falle, in welcher man es sich sehr bequem machen kann. Grundsätzlich ist Zufriedenheit jedoch nichts per se schlechtes.

Gefährlich wird es dann, wenn sich ein Mensch hinter der Zufriedenheit versteckt und die Eigen-Motivation für die Lebensziele oder Verbesserungen des Alltags aufgibt und sich quasi „zurücklehnt“.

Es gibt hier einen großen Unterschied zwischen Zufriedenheit und Dankbarkeit, auf welchen ich gleich zu sprechen komme. Bist du zum Beispiel „zufrieden“ mit deiner Beziehung, ist es eher unwahrscheinlich, dass du mehr Elan in eben diese ‚investierst‘. Es kann zum Stillstand kommen, denn auch eine Beziehung bedeutet kontinuierliches Wachstum und Arbeit, miteinander und füreinander.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass man natürlich zufrieden mit seiner Situation sein kann, es sich jedoch nicht zu bequem machen darf. Denn wenn das Wachstum beendet ist, beginnt Stagnation.

Dankbarkeit

Gerne wird Zufriedenheit mit Dankbarkeit verwechselt. Man hört Sätze wie „Sei doch mal zufrieden mit dem was du hast.“.

Viel wichtiger ist es, dankbar zu sein für das, was man hat. Dankbarkeit ermöglicht es uns, bewusst wahrzunehmen, was wir am Leben um uns herum haben.

Gleichzeitig lässt uns Dankbarkeit die Tür offen für Verbesserungen. Denn, um auf das Beispiel mit der Beziehung zurückzukommen, können durch Dankbarkeit wertvolle Momente entstehen, in welchen man dem Partner ein schönes Kompliment macht oder danach strebt, diese Zeit miteinander noch wertvoller zu machen.

Hierzu haben wir bereits einen wundervollen Blog verfasst, wenn du mehr zum Thema Dankbarkeit erfahren möchtest: Tipps für mehr Erfolg durch Dankbarkeit

Unzufriedenheit

Wenn wir von Unzufriedenheit sprechen stellt sich bei den Menschen oft ein ungutes, negatives Gefühl ein. Unzufriedenheit wird gerne als schwarzes Schaf der Gefühle behandelt, denn man muss ja schließlich zufrieden sein, mit dem was man hat. Richtig?

Hier schließt sich der Kreis, denn Unzufriedenheit schließt weder Zufriedenheit noch Dankbarkeit aus. Es ist ein Paradoxon, welches ungeahnte Kräfte in uns freisetzen kann.

So ziemlich jeder kennt dieses Gefühl. Egal ob man mit den Leuten verkehrt, die man eigentlich nicht mag oder eine Arbeitsstelle hat, die einen nicht erfüllt. Vielleicht hat man auch das eine oder andere Kilo zu viel für den eigenen Geschmack auf den Rippen. Das mag alles ein Auslöser für Unzufriedenheit sein.

Die meisten Menschen gehen jetzt in diesem Moment einen der beiden folgenden Wege:

Weg Nr. 1 - Hinein in der Sumpf der Frustration

Man findet sich damit ab, dass gewisse Dinge eben nicht zu ändern sind. Man muss einfach weitermachen, irgendwann wird es schon besser werden. Oder man sieht vor lauter Bäumen keinen Wald mehr, ist überfordert und schottet sich mental ab.

Sobald weitere Faktoren hier ins Spiel kommen wie zum Beispiel der Vergleich mit anderen kann das verheerende Folgen annehmen. Bist du frustriert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du gewisse Dinge aufgibst, zum Beispiel den Sport. Wenn du dich zu sehr mit anderen vergleichst, wirst du vielleicht sogar bitter, weil andere schneller Erfolge feiern, als du es tust.

Siehst du, wozu das führt? Du wirst von Tag zu Tag negativer eingestellt sein. Dein Selbstvertrauen sinkt und du wirst dir selbst nicht mehr zutrauen, Dinge im Leben zu erreichen. Da ist die Zufriedenheits-Falle nicht mehr weit. Es ist aber nicht schön, sich selbst zu belügen, nur um sich besser fühlen zu wollen.

Weg Nr. 2 - Du nutzt deine Unzufriedenheit und gewinnst Momentum

Gut. Du hast also zum Beispiel zu viel Gewicht für deinen Geschmack. Du möchtest gerne besser aussehen, sei es um deinem Partner besser zu gefallen oder einfach um selbst wieder mehr Selbstbewusstsein zu haben, um Kleidung zu tragen, welche dir sehr gefällt.

Die aktuelle Situation hat nur eine Person zu verantworten, nämlich du selbst. Wenn du dir dessen bewusst wirst, dass du allein in der Verantwortung stehst, wirst du entdecken, dass deine Unzufriedenheit dein Leben komplett verändern kann.

Kein Meister ist bereits perfekt vom Himmel gefallen, jeder hat im Leben klein angefangen. Wenn du einen Schritt nach dem anderen gehst und anfängst, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, dich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern nur mit deinem vergangenen Ich, wirst du immer mehr Momentum gewinnen.

Momentum bedeutet, dass du in Bewegung kommst. Du sammelst immer mehr Selbstvertrauen durch deine Erfolge und wirst unaufhaltsam.

Hilfreich dabei ist es, eine Art Tagebuch oder Erfolgsjournal zu führen. Wenn du dir vornimmst, täglich bis zu 5 „Erfolge“ zu notieren, wirst du bewusst darauf reflektieren, was dir an jedem Tag gut gelungen ist.

Ein Erfolg kann dabei sein, dass dir jemand ein Kompliment gemacht hat oder du eines verteilt hast. Vielleicht ist dir etwas gut gelungen, du bist früher aufgestanden oder hast die dritte Trainingseinheit der Woche absolviert. Es liegt ganz an dir. Keine andere Person in deinem Leben wird und kann dich so sehr loben, wie du selbst. Auch wenn das am Anfang vielleicht etwas befremdlich sein mag, man ist sowas schließlich nicht gewohnt. Du selbst bist dein größter Kritiker, aber auch der größte Förderer.

Die Konsequenz der Veränderung

Ich muss es wirklich nochmal verdeutlichen, jede Veränderung bedeutet, dass eine gewisse Konsequenz im Leben verdaut werden muss.

- Wenn ich abnehmen will, muss ich Disziplin erlernen und darf nicht aufgeben.

- Wenn ich neue Menschen kennenlernen will, muss ich sozial kompetenter werden.

- Wenn ich einen neuen Job haben will, muss ich meinen alten aufgeben und mich bei einer neuen Firma bewerben. Mich also als Person neu verkaufen lernen.

- Wenn ich eine Beziehung haben möchte, muss ich mich für eine Beziehung entscheiden können und lernen, keine Alternativen abzuwägen.

- Wenn ich an einem neuen Ort leben möchte, muss ich dafür Familie, Freunde und bekannte Umgebungen aufgeben und mich komplett neu orientieren.

Für all diese Dinge und viele mehr müssen wir aus unserer Komfortzone heraustreten, nur so entsteht neues Wachstum.

Persönliche Anekdote hierzu:

Im Fall von Katharina und mir trifft das letzte Beispiel zu.

Wir haben uns dieses Jahr dazu entschlossen komplett neu anzufangen und umzuziehen. Daraus ist myPROGRESS entstanden und der Entschluss, nach Wien zu ziehen. Das ist etwa 600 km weit weg vom Bodensee und für uns ein großer Schritt ins Unbekannte.

Wir haben diesen Schritt nicht wegen irgendwelcher Umstände wie zum Beispiel die Arbeit getroffen, sondern uns einfach dazu entschlossen, in einer Großstadt leben zu wollen. Weg vom Land, hinein ins Getümmel.

Als Konsequenz daraus ergab sich, dass wir beide unsere Jobs am alten Wohnort aufgaben, Familie und Freunde zurücklassen und uns komplett neu orientieren müssen. Unser Projekt myPROGRESS ist nicht nur eine Ansammlung an Blog Artikeln, sondern somit auch ein Wegbegleiter, in welchen unsere aktuellen Eindrücke und wichtigsten Themen fließen, um es Menschen leichter zu machen, welche vor Veränderungen stehen.

Man könnte fragen, warum wir all das auf uns nehmen? Eine Antwort darauf ist, um Wachstum zu forcieren. Persönlich, kreativ und sozial - ein Wachstum was nur entstehen kann, wenn man aus der Zufriedenheits- und Komfortzonen-Falle heraustritt.

Es wäre sehr befremdlich zu sagen, dass uns das alles keine Angst macht. Wir sind aufgeregt und alle möglichen Körpersignale weisen merklich darauf hin. Genau diese Angst lähmt jedoch so viele Menschen das zu tun, was sie eigentlich tun möchten.

Die Angst davor, eventuell doch keinen neuen Job zu finden. Oder von anderen für den eigenen Lebenswandel mit den unterschiedlichsten Kommentaren be- oder verurteilt zu werden. Wenn du mehr über das Thema Angst wissen möchtest und wie du damit umgehst, haben wir folgenden Beitrag für dich: Hab keine Angst - 5 Tipps für ein Leben ohne unnötige Sorgen

Sei dir Folgendes bewusst:

Es ist DEIN Leben und nur DU entscheidest darüber. Lass dich NIEMALS von anderen abhalten, etwas zu tun, was DIR wichtig ist. Du kannst schließlich nicht vom Boden fallen. Es gibt IMMER eine Lösung, für jedes Problem auf dieser Welt!

Zusammengefasst nur für dich:

- Verwechsle niemals Zufriedenheit mit Dankbarkeit.

- Vertraue darauf, dass deine Unzufriedenheit dir die Zeichen gibt, dass es etwas zu verändern gibt.

- Vergleiche dich niemals mit anderen, sondern nur mit deinem vergangenen Ich.

- Reflektiere deine Erfolge und baue so dein Selbstvertrauen auf.

- Sei dir bewusst, dass es für jede Veränderung und Entscheidung Konsequenzen geben wird. Das ist gut so und es wird dir dabei helfen, zu wachsen. Mit diesem Bewusstsein kannst du handeln, auch wenn du Angst hast.

- Lass dich niemals lähmen von deiner Angst, der Zufriedenheits-Falle oder deiner Komfortzone. Wenn du etwas erreichen willst, musst du einen Schritt herausgehen. Ja, das ist immer unangenehm, aber es wird sich lohnen!

- Das wichtigste: Egal was du tust, tu es für dich und es wird automatisch auch den Menschen in deiner Umgebung besser gehen. Lass dich niemals von der Meinung anderer abhalten, etwas zu tun was dir wichtig ist.

Wenn ich dir mit diesem Beitrag helfen konnte, eine Entscheidung zu treffen oder eine Veränderung einzuleiten, freue ich mich sehr darüber. Du erreichst Katharina und mich auf Facebook, Instagram oder via E-Mail auf hello@myprogress.life.

Dein

Sandro


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