Vergleich dich nicht mit anderen! Der schnellste Weg ins Unglück.

Vergleichst du dich oft mit Menschen, die in deinen Augen attraktiver, witziger, klüger, sportlicher, reicher und beruflich erfolgreicher sind als du?


Richtest du dich nach deren Leistungen und Erfolgen?


Schaust du auf die, die viel mehr besitzen und sich ein Leben in Luxus leisten können?


Bemitleidest du dich selbst und fühlst dich als Verlierer, weil du im Vergleich mit anderen schlecht abschneidest?


Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, dann steckst du wahrscheinlich tief in einer Negativspirale aus Neid, Missgunst und geringem Selbstbewusstsein. Kurzum, du befindest dich auf dem schnellsten Weg in dein persönliches Unglück.

Warum vergleichen wir uns ständig?


Beim Vergleich mit anderen geht es selten um die andere Person, sondern nur um uns. Laut der Theorie von Leon Festinger erfahren wir durch den Vergleich mit anderen, wo wir sozial stehen.


Manchmal streben wir sogar bewusst den Vergleich zu unserem Vorteil an. Beim Abwärtsvergleichen betrachten wir Mitmenschen, die uns unterlegen sind (in dem Merkmal, welches wir in diesem Moment betrachten). Dies hat auf uns einen positiven Effekt, denn es steigern unser Selbstwertgefühl. Gefährlich wird es, wenn wir diese Menschen schlechter behandeln und uns als etwas Besseres darstellen.


Statt dem Abwärtsvergleich mit anderen Menschen sollten wir lieber unser vergangenes Ich als Beispiel nehmen. Was für dich heute selbstverständlich ist, war vor ein paar Jahren meist noch undenkbar.


Wenn der permanente Vergleich zum Problem wird


Indem du dich mit anderen vergleichst die etwas haben, was du nicht besitzt oder bist (aber gerne hättest), wirst du immer den Kürzeren ziehen.


Oft findet der Vergleich nicht objektiv statt. Wir blenden viel zu viele Faktoren einfach aus, denn wir kennen diese meistens gar nicht. Der/die ProfisportlerIn hat Jahre an Training und Disziplin investiert, um an dem Punkt zu sein, wo er/sie gerade ist. Ebenso der/die UnternehmerIn, viele Jahre der harten Arbeit, des Verzichts und der Unsicherheit haben diesen Menschen letztendlich erfolgreich gemacht.


Du wirst in diesen Moment ein starkes Gefühl der Unzufriedenheit spüren, teilweise sogar Neid. Keine deiner Erfolge wird dir im Vergleich gut genug vorkommen.


Was hilft, um sich nicht mehr zu vergleichen?


Der schnell daher gesagte Ratschlag „Vergleich dich nicht mit anderen“ bringt nichts. In erster Instanz musst du immer dich selbst stärken. Dir muss aber auch bewusst werden, dass wir den Vergleichsgedanken nie ganz abschalten können. Aber wir können lernen mit ihm zu leben ohne das er negative Spuren an uns hinterlässt.


So kannst du dich stärken:


Vergleichsgedanken bewusst wahrnehmen und diese reflektieren!

In welcher Situation kommen bei dir diese Gedanken. Was kannst du tun, um dies zu vermeiden bzw. anders zu machen?


Erkenne deine eigenen Stärken!

Falls du sie nicht kennst, dann solltest du sie schnellstmöglich herausfinden (meist sind es die Dinge, die dir besonders leicht fallen.

Frage auch deine Familie und Freunde.). Kennst du deine Stärken bereits, dann ruhe dich nicht darauf aus, sondern stärke sie kontinuierlich.


Führe ein Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal!

Niemand kommt täglich zu dir und lobt dich für das, was du am Tag geschafft hast. Das kannst du nur selbst. Notiere dir (handschriftlich) jeden Abend mindestens fünf Erfolge und fünf Dinge oder Personen, für die du dankbar bist.


Du lenkst damit deinen Fokus auf dich selbst und glaube uns, es ist ein tolles Gefühl sein Erfolgsjournal durchzublättern und zu sehen, was man alles schon geschafft hat.


Höre auf über andere zu lästern!

Gerade in einer Gruppe gerät man sich ziemlich schnell in einer Lästerei über eine dritte, meist abwesende Person. Vielen macht es sogar Spaß, denn sie fühlen sich dadurch besser (der oben genannte Abwärtsvergleich) und es schweißt als Gruppe zusammen. Wenn du also das nächste Mal in einer Gruppe stehst, die gerade lästert, dann verlasse die Situation.


Diese Tipps sind hilfreich aber oft fällt es nicht immer leicht, in Momenten des Vergleichens, z. B. sofort an unsere Stärken zu denken.


Versuche doch stattdessen den Gedanken des Vergleiches zu Ende zudenken. „Will ich das was er/sie hat?“


Wenn ja, willst du es immer noch - also mit dem Gesamtpaket?


Als Beispiel: Du siehst im Fitnessstudio eine Frau, die richtig fit und trainiert aussieht. So würdest du auch gern aussehen, denkst du dir. Deprimiert schaust du an dir herunter und siehst vielleicht die kleine Wölbung deines Bauches. Du fühlst dich schlecht. Nun schwirrt der Gedanke in deinem Kopf herum, begleitet dich sogar über den Tag.


Du solltest nun weiterdenken. Für einen vollständigen Vergleich solltest du mehrere Kriterien nun einbeziehen:

- Sie geht vielleicht fünf bis sieben mal die Woche trainieren.

- Sie plant akribisch ihre Mahlzeiten und verbietet sich eventuell sogar diverse Lebensmittel.

- Sie ist sehr diszipliniert, d. h. sie trinkt selten bis gar keinen Alkohol usw.


Frage dich danach noch mal, ob du immer noch das willst, was sie oder er hat.


Suche dir stattdessen Vorbilder


Gerade, wenn du dir Ziele setzt, können Vorbilder sehr hilfreich sein. Denn es gibt immer jemanden, der das erreicht hat, was du erreichen möchtest.


Statt dem Vergleich und dem negativen Gefühl dabei, nutze eher die Person und ihre Erfahrung. Handelt es sich um eine berühmte Person, dann kannst du deren Biografie lesen, falls es eine gibt. Die meisten haben heutzutage einen YouTube Kanal oder produzieren Podcasts - darüber kannst du ebenso viel lernen.


Vergleichst du dich oft mit einer Person in deinem Umfeld dann gehe aktiv auf sie/ihn zu und frage, wie er oder sie ihr Ziel erreicht haben. Du wirst merken, es war selten einfach und du bekommst wichtige Tipps für deinen eigenen Weg.


Wir hoffen dieser Beitrag konnte dir neue Denkanstöße geben und deinen Fokus weg vom Vergleich mit anderen hin zu dir lenken.


Deine Katharina und dein Sandro

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